FKQS bietet Übersicht zur Medikation in der Schmerztherapie

schmerzschildDie Arbeitsgruppe Schmerztherapie des Förderkreises Qualitätssicherung im Gesundheitswesen in Schleswig-Holstein e. V. (FKQS) hat einen zusammenfassenden Überblick über die in der Schmerztherapie nach WHO Stufenschema verwendeten Medikamente erarbeitet. Ziele sind eine Standardisierung und Fehlerreduktion bei der Anwendung von Analgetika. Allen Ärzten, die entsprechende Medikamente verordnen, soll die Übersicht für die tägliche Praxis zur Verfügung gestellt werden.

Der FKQS wurde 1993 von Ärztekammer, Kassenärztlicher Vereinigung und fünf forschenden Pharmafirmen gegründet, mittlerweile gehören ihm rund 50 Mitglieder an. Ziel des FKQS ist eine Bündelung der Kräfte für die medizinische Qualitätssicherung im Land, um weiterhin eine ausreichende medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Mehrere Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit aktuellen gesundheitspolitischen Themen. Die Arbeitsgruppe Schmerztherapie, deren Mitglieder in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens tätig sind (Haus- und Fachärzte, Kassenärztliche Vereinigung, Ärztekammer, Krankenkassen und pharmazeutische Industrie), hatte sich 2007 konstituiert.

Hintergrund für die Gründung der Arbeitsgruppe war die hohe Anzahl der Schmerztherapeuten, die von einer Richtgrößenprüfung des Jahres 2003 betroffen waren, und der erhebliche Anteil für Analgetika/Antirheumatika an den Gesamtausgaben. Nach ungeprüften Rohdaten der Apothekenrechen-zentren lagen die Ausgaben für Analgetika/Antirheumatika in Schleswig-Holstein im Jahr 2008 bei ca. 51,7 Millionen Euro (Brutto-Umsatz Fertigarzneimittel). Dies entspricht fast 5,5 Prozent der Brutto-Gesamtausgaben. Somit erscheint auch aus volkswirtschaftlicher Sicht eine detaillierte Betrachtung und koordinierte Verordnungsweise notwendig.

Informationen Übersicht Schmerzpräparate.pdf

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